TSV Wittislingen – Männer I 23:33 (9:18)

Herren I

TSV Wittislingen – TSV 1871 Augsburg 23:33 (9:18 )Die erste Mannschaft der TSV 1871 Augsburg zeigte im Spiel gegen den TSV Wittislingen am Sonntagabend zwei völlig verschiedene Seiten ihres Könnens.Zuerst die gute Seite: Nach etwas mehr als 20 Spielminuten hätte der treue Fan des TSV 1871 in Wittislingen seinen Augen kaum trauen können. Es stand 17:5 für 1871. Und das an einem Sonntagabend im November! Wie kam es dazu? Die Antwort darauf ist recht einfach. Im Angriff reichte es den Ball schnell durchzuspielen, den freien Mitspieler zu suchen oder die sich auftuenden Lücken nutzen. Die körperlich robuste Abwehr der Wittislinger hatte dem munteren Augsburger Angriffsspiel wenig entgegenzusetzen. Der konzentrierte Abschluss tat im Angriff den Rest für die hohe Führung. In der Abwehr hatte man die gefährlichen Gegenspieler unter Kontrolle, stand kompakt und half sich gegenseitig aus. Die Torhüter von 1871 konnten sich an diesem Abend sogar eine durchschnittliche Fangquote leisten. Nun die schlechte Seite: Es wäre fast merkwürdig gewesen, wenn die gute Leistung, die auch der Trainer bis dahin anerkannte, konstant über 60 Minuten gehalten worden wäre. Dem war aber leider nicht so, es folgte ein zerfahrenes Handballspiel, mit einem teilweise wilden Auf und Ab. 1871 hatte auf einmal Probleme im Abschluss und machte es in der Abwehr dem Gegner einfach zum Torerfolg zu kommen. Beispielhaft waren direkt hintereinander drei Fehlwürfe von Linksaußen nach Halbzeitwechsel. Hinzu kamen die technischen Fehler. Kurzum ein typisches Sonntagabendspiel von 1871. Die Einstellung und sämtliche positiven Spielmerkmale der ersten 20 Minuten waren verloren gegangen. Wittislingen holte Tor um Tor auf und spätestens beim 26:20 merkte die Mannschaft des TSV 1871, dass sie sich doch noch einmal zusammenreißen muss, um keine Blamage zu erleben. Zum Glück reichte es letztendlich zu einem 33:23 Auswärtssieg. Für die nächsten Spiele wird die Mannschaft Torhüter Elias Winkelbauer schmerzlich vermissen, der nach einer harmlosen Szene, bei der er aus dem Tor herauseilte, die rote Karte sah. TSV 1871 Augsburg: Winkelbauer, Späth; Feistle (3), Gold (5), Homann (1), Repky (4), Koppe (2), Stiegelmair (4), Schmölz (3/1), Reichert (6), Adolph (3), Eckiert (2)

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