TSV Göggingen II – Herren I (25:30)

Herren I

Auch in Göggingen macht man’s spannendTrotz der Wichtigkeit der Partie bieten die 1. Herren in Göggingen 45. Minuten lang handballerische Magerkost. Dank einer Leistungssteigerung in der Schlussphase geht man beim Stand von 30:25 als Sieger vom Feld.Gersthofen gegen Bobingen, Lauingen gegen Dasing – eine Steilvorlage für die 1871er, um sich ein bisschen von den beiden Verfolgern abzusetzen. Mit dem zu 99 Prozent abgestiegenen TSV Göggingen II hatte man an diesem Spieltag das vermeintlich leichteste Los.Aber wie schon so oft machte man sich das Leben wieder selber schwer. Das Spiel begann mit Tempo. 1871 legte 1:0 vor, ließ sich dann aber etwas von den Göggingern überrumpeln und lag plötzlich 1:4 hinten. Die Reaktion lies aber nicht lange auf sich warten, 4:4 war das zwischenzeitliche Resultat. Keine Mannschaft konnte sich in der Folge entscheidend absetzen, die Partie kippte hin und her. Negativ auf der Seite der Gäste fiel wie so oft die mangelnde Chancenverwertungen auf, wobei es sich an diesem Spieltag größtenteils um klare Hundertprozentige handelte. In der Abwehr ließ man sich schablonenartig von den Göggingern ausspielen, ohne ein geeignetes Mittel gegen den Gegner zu finden. In die Pause ging man mit 13:13.Auch in der zweiten Hälfte stellte man die zahlreichen mitgereisten Zuschauer auf eine harte Probe. Einziger Unterschied: Den Göggingern gelang es, sich bis zur 45. Minute auf 18:15 abzusetzen. Und urplötzlich fiel es den Spielern von 1871 ein, um was es in diesem Spiel eigentlich ging. Nun stand die Abwehr viel besser und machte es den Göggingern viel schwerer, Tore zu erzielen. Im Angriff erzielte man jetzt auch die nötigen Tore. Logische Konsequenz: Über 20:17 erzielte man zehn Minuten vor Schluss den 21:21 Ausgleich. Die 1871er zogen in den letzten zehn Minuten ihr Spiel durch und legten beim Stand von 23:23 noch eine Schippe drauf. Göggingen gelang in den folgenden Minuten nur ein Tor, den Gästen hingegen sechs (24:30). Den Schlusstreffer erzielte zwar der Gastgeber (25:30). Ins Gewicht fiel das aber nicht mehr. Noch eine kurze Randbemerkung: Da trotz der Wichtigkeit der Partie keine Unparteiischen erschienen waren, übernahmen dankenswerter Weise zwei Verantwortliche der beiden Vereine die Leitung der fair geführten Partie. Und fielen dabei im Gegensatz zu manch anderen Spielen als sehr ruhiges und abgeklärtes Schiedsrichtergespann auf.Über die unnötige Spannung und die mangelnde Durchsetzungskraft in den ersten 45. Minuten soll hier heute Mal lieber nichts geschrieben werden. Kurzer Vermerk: Wie schon in den letzten Spielen agierte man aber disziplinierter, was sich endlich in bare Münze umwandelte. Nun das Wichtige: Gersthofen : Bobingen 27:38, Lauingen : Dasing 27:38 und Göggingen : 1871 25:30. Der Sieg war schon so etwas wie ein kleiner Befreiungsschlag. Rechnerisch kann man zwar noch auf den viertletzten Tabellenplatz abrutschen (welcher eventuell schon ein Abstiegsplatz ist), betrachtet man aber das Restprogramm der Verfolger (Gersthofen: Dasing auswärts, Wertingen daheim / Lauingen: Wertingen auswärts, Friedberg III daheim), müsste es schon mit dem Teufel zu gehen, wenn beiden Mannschaften jeweils zwei Siege gelingen würden. Nichtsdestotrotz sollten die Spieler das letzte Heimspiel gegen die HSG Donauwörth am nächsten Samstag auf keinen Fall locker nehmen. Im Hinspiel erkämpfte man sich ein Unentschieden, unschlagbar ist der kommende Gegner sicherlich nicht. Belohnung wäre eine bessere Tabellenplatzierung. Und was wichtiger ist: Man ist es den eigenen Fans schuldig, sich im letzten Heimspiel noch einmal würdig zu verabschieden.Vielleicht auch mal ohne zu viel Spannung!TSV 1871 Augsburg: Egermann, Winkelbauer, Merz, Reichert (10/9), Feistle (1), Repky (2), Schmölz (3), Kasten P. (6), Albrecht (1), Adolph (2), Kasten U. (1), Bauer (4), Eckiert, Koppe

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