SG 1871 Gersthofen – TSV Schwabmünchen 17:33 (7:12)

Herren I
Team_Herren II_Saison_2019/2020
Schwabmünchen eine Nummer zu groß für SG 1871 Gersthofen

Am Samstagabend, 23.11.2019 traten sich die SG 1871 Gersthofen und der TSV Schwabmünchen in der Sporthalle des Paul-Klee-Gymnasiums gegenüber. Das Kräftemessen endete nach 60 Minuten deutlich mit 17:33 für die Gäste. Die Negativserie der SG hält somit schon seit drei Spielen an.

Die Vorzeichen der Partie waren mehr als ungünstig, da Coach Lubos Urban aufgrund einer Knieverletzung, zusätzlich zu den bereits vermeldeten Ausfällen, nun auch auf Teamkapitän Lukas Schmölz verzichten musste. Daher wurde der „Doppel-Maxi“ (Maximilian Koppe und Maximilian Öschay) aus der zweiten Mannschaft nachnominiert, um Alternativen zur Verfügung zu haben und den jungen Spielern zugleich Spielpraxis zu ermöglichen.

Die ersten Spielminuten vergingen und es war zunächst kein großer Klassenunterschied auszumachen. Nach knapp sieben Spielminuten führte die SG sogar hauchdünn mit 3:2 Toren, doch von dort an wollte Vieles nicht mehr gelingen. Das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff funktionierte in dieser Spielphase ausgezeichnet, doch war selten von Erfolg gekrönt, da sich die Schwabmünchner ebenfalls sehr zügig in der Defensive sortierten. Schwabmünchen agierte aus einer körperlich harten, wenn doch fairen Abwehr heraus und nur Torhüter Müller und seiner großartigen Paraden war es zu verdanken, dass nicht jetzt schon das Spiel aus der Hand gegeben wurde. Doch der TSV legte den Gangwahlhebel um und erhöhte das Tempo von hinten heraus, sodass man mehrere Tempogegenstöße nicht abwehren konnte und schlicht zu langsam in der Rückwärtsbewegung war. Oftmals konnten die Gäste eine Überzahl im Schnellangriff erzwingen und ließen der Abwehr keine Chance. Nach knapp 19 Minuten waren die Schwabmünchener mit 4:8 davongezogen. Das eigene Angriffsspiel stellte sich als sehr einseitig und Lauf arm dar. Kam man doch einmal zum Abschluss vergab man diese sicheren Möglichkeiten mangels Konzentration und Zielgenauigkeit, denn auch die technischen Fehler und Fehlpässe, vor allem auf die Kreisposition, häuften sich. Dem konnte auch der sonst so sichere Siebenmeterkiller „Gunnar“ im Tor nichts entgegensetzen, denn seine Vorderleute vermochten es nicht ihm zu helfen. Zudem kamen auch mehrere fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, welches mit der Partie ein wenig überfordert wirkte. Dies war jedoch nicht ausschlaggebend für diesen ausbaufähigen Auftritt der ersten Spielhälfte. Beim Spielstand von 7:12 zugunsten von Schwabmünchen wurden die Seiten gewechselt.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste geendet hatte. Schwabmünchen spielte mit hoher Geschwindigkeit von hinten heraus und vollendete die einstudierten Spielzüge überlegt, sodass die Führung rasch auf 8:16 anwuchs. Im Angriff fehlte den SGler insbesondere die sonst über Lukas Schmölz ausgestrahlte Torgefahr aus dem Rückraum. Spielzüge wurden selten zu Ende gespielt und teilweise war das Auge für den besser postierten Mitspieler nicht vorhanden, sodass man sich immer mehr in der Abwehr des TSV verbiss. Die Schwabmünchener Cracks drückten weiter auf das Tempo und man hatte zusehends Mühe in die schnelle Rückwärtsbewegung zu kommen, sodass die harmlosen Aktionen in der Offensive mehrmals in leichtfertigen Ballverlusten endeten, welche wiederum zu Gegentoren führten. Knapp 15 Minuten vor Abpfiff lagen die Gäste erstmals mit zehn Toren in Front. Dies war scheinbar für einige Spieler Grund dafür, das Rückzugsverhalten gänzlich einzustellen. In der Schlussphase des Spiels konnte man kein Schippchen mehr drauflegen und vergab zahlreiche Tormöglichkeiten kläglich. Selbst Würfe auf das freie Tor fanden nicht ihren Weg. Die Fehlerquote in Sachen technischer Fehler stieg weiter an und so war es nur konsequent, dass Schwabmünchen die Spielgeschwindigkeit aufrechterhielt. Nach einem Torwurfversuch landete Michael Reithmeier unglücklich auf der Hand und kugelte sich den Daumen aus. An dieser Stelle gute Genesung. Da man sich nun vollends aufgegeben hatte, verfolgte manch eine Akteur die Partie in passiver Starre, welche auch der gesamten Bank anzulasten ist. Die eigenen Offensivbemühungen wurden ideenlos und sehr unsicher vorgetragen, sodass die 17:33-Heimniederlage in ihrer Höhe vollkommen gerechtfertigt ist. Mit ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die mangelnde Chancenverwertung und die phasenweise nicht vorhandene Abwehr.

Nun gilt es die eigene Leistung zu reflektieren und Schlüsse für das nächste Spiel in zwei Wochen gegen die auf Tabellenplatz Fünf befindliche HSG Lauingen-Wittislingen zu ziehen. Anpfiff hierzu ist am Samstag, 07.12.2019 um 19:30 Uhr in der Halle am Meierweg. Wir hoffen auch hier wieder auf zahlreiche Unterstützung unserer treuen Anhänger und wünschen ein schönes spielfreies Wochenende.

Für die SG 1871 Gersthofen spielten:

Wittgen, Müller (beide Tor), Koppe M. (1), Kranz M., Koppe B., Erhard (3), Walter (6/3), Reithmeier (3), Scherer (2), Tomov (1), Feistle, Öschay (1/1).

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