Herren – TSV Bobingen 22:29 (10:14)

Niederlage im Auftaktmatch der Abstiegsrunde gegen Bobingen

Willkommen SG 1871 Gersthofen in der Abstiegsrunde der Bezirksoberliga Schwaben. Leider verlor man sogleich das erste Spiel gegen den TSV Bobingen mit 22:29.

Die Doppelniederlage gegen die HSG Lauingen-Wittislingen vor der Osterpause war Anlass genug die Trainingseinheiten bis zum nächsten Spiel sinnvoll zu nutzen, wobei das Trainerduo jedoch selten den vollen Kader begrüßen konnte, da quarantäne- und urlaubsbedingt einige Spieler abwesend waren. Nichtsdestotrotz versuchte man im Training die eigenen Schwächen zu minimieren, um für den Start in die Abstiegsrunde gegen den TSV Bobingen gewappnet zu sein. In Anbetracht dieser knappen personellen Besetzung war Coach Schmölz froh um jeden Spieler, der sich doch noch zurückmeldete, sodass man immerhin eine einigermaßen besetzte Bank vorweisen konnte.

In den ersten Minuten betasteten sich beide Mannschaften vorsichtig, sodass keines der beiden Teams Tore erzielen konnte. Doch dann legten die Gäste aus Bobingen los und spielten sich in Folge eine 3:0-Tore-Führung heraus, da in der Abwehr der Gersthofener in dieser Phase der nötige Biss fehlte, um den Gegner am Durchbruch zu hindern. Im Angriffsspiel wollten die Rädchen nicht so recht ineinandergreifen und es gelang nicht den Abwehrverbund der Bobinger in Bewegung zu bringen. Zu alledem gesellte sich eine altbekannte Abschlussschwäche hinzu, welche von den Gästen im Tempogegenstoß eiskalt ausgenutzt wurde. Nach konsequent zu Ende gespielten Abläufen konnte auf Bobinger Seite vor allem Moritz Müller (10 Tore) nach Belieben aus dem Rückraum einnetzen. Somit war der Zwischenstand von 5:12 nach 23 gespielten Minuten nicht gerade verwunderlich. Erst zum Ende der ersten Halbzeit hin besannen sich die Gastgeber eines Besseren und es gelang zusehends die eigenen Angriffsbemühungen auch mit Torerfolgen zu krönen, sodass man den Vorsprung Tor um Tor verringern konnte und mit nur noch 10:14 Treffern zur Pause zurücklag.

Wie nicht anders zu erwarten war, monierte das Trainerduo in seiner Halbzeitansprache die eklatant schlechte Chancenverwertung. Da sich die Defensivarbeit fortwährend auszahlte und man den Bobingern den Abschluss erschweren konnte, lag das Augenmerk insbesondere auf dem Angriffsspiel, welches aus Sicht von Coach Schmölz unbedingt zwingender werden musste. Ferner erinnerte er daran, dass man die ersten Minuten nicht wie so oft verschlafen durfte, um das Ruder in dieser Partie noch herumreißen zu können.

Kaum waren die Worte des Trainers verklungen, fand man sich wieder in einer aus dieser Spielzeit gewohnten Situation wieder. Durch technische Fehler und weiterhin mangelhafte Torausbeute bedingt, gelang es nicht sich selbst wieder ins Spiel zu bringen und ehe man sich versah, war der Rückstand wieder auf sieben Tore binnen zehn Minuten angewachsen, obwohl in dieser Spielphase die eigenen Torhüter Schlimmeres zu verhindern wussten. Die zu Ende der ersten Halbzeit hin besser im Spiel befindliche Defensive verlor an Halt und man machte es dem Gegner sehr einfach zum Torabschluss zu gelangen, da man stets einen Schritt zu spät dran war und somit in einer ungünstigen Position im Eins-gegen-Eins. Die Gäste versuchten nun vermehrt auf den eigenen Kreis- und Außenspieler durchzustecken, sodass diese aus aussichtsreichen Positionen zum Torwurf kamen und in der Folge den Vorsprung nahezu konstant hielten. Doch auch die Bobinger mussten dem hohen Tempo aus der ersten Halbzeit Tribut zollen und so gelang es in der ersten und zweiten Welle zum Torabschluss zu kommen. Aus dem eigenen Positionsangriff war an diesem Tag wenig Zählbares zu erwirken, da man es nicht fertig brachte den Bobinger Abwehrverbund in Bewegung zu bringen und man aus dem Rückraum schlichtweg zu wenig Wurfgewalt aufbieten konnte. Dies lässt sich auch anhand der wenigen erzwungenen Zeitstrafen und Siebenmeter erkennen. Glücklicherweise fasste sich Lukas Nachbaur (7 Tore) immer wieder ein Herz und schloss aus schwierigen Situationen erfolgreich ab. Letztlich konnte man dem Gegner auch aufgrund der miserablen Torquote wenig entgegensetzen und musste sich mit 22:29 Toren geschlagen geben.

Nachdem man die ersten Punkte in der Abstiegsrunde abgeben musste, befindet sich die SG 1871 nun auf dem vierten Rang und hat direkt am nächsten Wochenende die Chance auf zwei Zähler gegen den zweitplatzierten TSV Friedberg II. Anpfiff zu dieser Begegnung ist am Samstag, 30.04.2022 um 20:00 Uhr in der Sporthalle des TSV Friedberg.

Für die SG spielten:

Müller, Wiedemann (beide Tor), Kranz A., Lindloff, Erhard (2), Reisner (3), Kraus (1), Schmölz (3), Walter Markus (5), Reithmeier (1), Nachbauer (7).

Menü